Duldung und Rückkehr

Nicht alle Asylbewerber erhalten in Deutschland einen Schutzstatus. Von Januar bis Juli 2017 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt über 444.359 Asylanträge entschieden. 38,9 Prozent der Anträge wurden abgelehnt. Die Quote liegt höher als in den Vorjahren. 2015 wurden 32,4 Prozent der Asylanträge negativ entschieden; 2016 waren es nur 25 Prozent (Quelle: BAMF).

Geflüchtete, die nach der Ablehnung mit einer Duldung in Deutschland leben, haben zwei Möglichkeiten: gegen die Entscheidung Klage einreichen oder Deutschland verlassen. Inzwischen sind immer mehr Klagen gegen Asylentscheidungen erfolgreich. Im Jahr 2016 gaben die deutschen Gerichte nur rund jedem zehnten Kläger Recht. In der ersten Jahreshälfte 2017 stieg dieser Wert deutlich: Mehr als ein Viertel der Klagen hatte Erfolg.

Wer sich für eine Rückkehr entscheidet, dem steht finanzielle Unterstützung zu. Umfangreichere Beratungs- und Unterstützungsangebote stehen Geflüchteten zur Verfügung, die sich noch vor Abschluss des Asylverfahrens zu einer freiwilligen Rückkehr ins Heimatland entschließen.

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v                                   Rückkehrberatung