Ausblick

Fehlende Zukunftsprognosen stellen die Stadt Frankfurt vor eine große Herausforderung. Es gibt keine verlässlichen Zahlen, wie viele Menschen auf dem Weg nach Europa und nach Deutschland sind oder sich in naher Zukunft auf den Weg machen werden. Auch möchten viele Flüchtlinge ihre Familien nachholen. Das ist allerdings nur für anerkannte Flüchtlinge möglich. Viele Geflüchtete erhalten weder Flüchtlingsstatus noch Asylberechtigung. Gerade Syrer bekommen häufig nur einen sogenannten subsidiären Schutz zugesprochen. Diesen Schutzstatus bekommen Menschen, denen in ihrem Heimatland ernsthafter Schaden droht, die aber nicht persönlich verfolgt werden. Für diese Personengruppe wurde der Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt. Wir der Zeitraum nicht verlängert, enden die zwei Jahre im März 2018. Die Herausforderung besteht somit insbesondere darin, ausreichend Wohnraum für Familien bereitzustellen. Daher ist die Stabsstelle  weiterhin auf der Suche nach passenden Grundstücken sowie Objekten für neue Flüchtlingsunterkünfte.

Wohnsitzauflage

Für eine dicht besiedelte Stadt wie Frankfurt ist vorteilhaft, dass die Landesregierung zum 1. September 2017 die Wohnsitzauflage eingeführt hat. Durch das neue Integrationsgesetz ist es möglich, auch anerkannten Flüchtlingen den Wohnsitz in den ersten drei Jahren vorzuschreiben, solange sie noch nicht selbstständig für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Das soll verhindern, dass Ballungsräume weiter belastet werden.

Solange das Asylverfahren läuft, müssen Geflüchtete bundesweit in dem Kreis oder der Kommune wohnen bleiben, der sie zugewiesen wurden.