Freiwillige Rückkehr

Nicht jeder Flüchtling in Deutschland bekommt Asyl gewährt. Ein Teil der Menschen muss zurück ins jeweilige Herkunftsland reisen. Einige entschließen sich schon während des Asylverfahrens freiwillig zu diesem Schritt.

Um Rückkehrer zu unterstützen, gibt es ein spezielles Beratungsangebot. In Frankfurt übernimmt der Evangelische Regionalverband (ERV) diese Aufgabe. In dessen Zentrum für Beratung und Therapie am Weißen ist die Zahl der Menschen, die sich zur freiwilligen Rückkehr beraten lassen, in den vergangenen Jahren stark angestiegen. 2014 bearbeitete der ERV gerade einmal 15 Fälle; 2015 stieg die Zahl auf 105 Fälle. Im Jahr 2016 wurde in 128 Fällen ein Verfahren zur Rückkehr eingeleitet – insgesamt ging es dabei um 173 Einzelpersonen. 2017 wurden bisher 28  Verfahren eingeleitet (Stand Juni 2017). Gut die Hälfte der Menschen stammte aus Afghanistan.

Die Zeitspanne, die zwischen Beratung und Ausreise vergeht, liegt zwischen einer Woche und einem Jahr. Möglich ist die Ausreise nur mit einer Grenzübertrittsbescheinigung, die von der Ausländerbehörde ausgestellt wird. Menschen, die bisher noch keinen Asylantrag gestellt haben, können das Angebot zwar ebenfalls nutzen, sie müssen jedoch ihren illegalen Grenzübertritt zur Selbstanzeige bringen. Erst dann können sie legal ausreisen.

Freiwillige Rückkehrer können neben der Beratung auch finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen. Die Höhe dieser Hilfen ist abhängig vom Herkunftsland sowie vom Stand des Asylverfahrens.

>> Beratungsangebote

> Finanzielle Hilfen

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