Programm „Wirtschaft integriert“

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist nicht immer leicht. Ungenügende Sprachkenntnisse erschweren die Suche nach einer Anstellung zusätzlich. An diesem Punkt knüpft das Projekt „Wirtschaft integriert“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung an. Ziel ist es, jungen Menschen, die noch nicht gut Deutsch sprechen, einen Berufsabschluss zu ermöglichen. Beteiligt an dem Programm sind die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Hessische Handwerkstag, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern sowie das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Das Projekt startete im April 2016 – zunächst in Frankfurt, Fulda, Weiterstadt, Wetzlar und Wiesbaden.

Das Programm „Wirtschaft integriert“ richtet sich an Menschen, die nicht genug Deutsch sprechen, um ohne Hilfe eine Berufsausbildung zu absolvieren. Teilnehmen kann, wer unter 27 Jahre alt und zudem EU-Staatsbürger ist oder über eine Aufenthaltserlaubnis – befristet oder unbefristet – verfügt. Auch Asylsuchende aus nicht-sicheren Herkunftsländern, Asylsuchende aus sicheren Herkunftsländern, die ihren Asylantrag vor dem 1. September 2015 gestellt haben sowie Geduldete können das Angebot unter Umständen wahrnehmen. Voraussetzung ist hier, dass die Bewerber über eine BÜMA, sprich ein vorläufiges Aufenthaltspapier verfügen und bereits einer Kommune zugeteilt wurden.

Der Ablauf des Programms

Zuerst haben die Teilnehmer drei Monate Zeit für die Berufsorientierung. Dabei schnuppern sie in mindestens drei Berufsfelder rein, um später eine Berufswahl treffen zu können. Sie erhalten in dieser Zeit sozialpädagogische Betreuung und können sich sprachlich verbessern.

Danach stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Entweder ist der Teilnehmer bereit, eine Berufsausbildung zu beginnen oder er absolviert zunächst eine weitere Einstiegsqualifizierung. Es handelt sich dabei um ein begleitetes Langzeitpraktikum in einem potenziellen Ausbildungsbetrieb. Hier unterstützt ein Angebot aus berufsbezogener Sprachförderung, Förderunterricht, Integrationshilfe und sozialpädagogischer Begleitung. Diese Phase dauert zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Danach soll der Teilnehmer in eine Berufsausbildung vermittelt werden.

Während der Ausbildung stehen den Teilnehmern Ausbildungsbegleiter zur Seite, die bei Problemen und Hürden helfen.

Rund 1.000 Plätze sollen im Jahr 2016 für die Berufsorientierung mit Sprachförderung zur Verfügung stehen. Für die Einstiegsqualifizierungen sind 700 Plätze vorgesehen. Zusätzlich bezuschusst das Hessische Wirtschaftsministerium 400 Ausbildungsplätze mit bis zu 4.000 Euro pro Platz.

Weitere Informationen

Ansprechpartner für Frankfurt ist Wahaj Bin Sajid vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft:

Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V.
Wahaj Bin Sajid
Heddernheimer Landstraße 147
60439 Frankfurt am Main
Telefon: 069 580909-0
Mail: sajid.wahaj-bin@bwhw.de

http://www.wirtschaft-integriert.de/

Für Fragen und Anregungen gibt es zudem eine Hotline: 06421 3044728