Rückblick

Das Jahr 2017 verlief im Vergleich zu den Vorjahren ruhig. Nur rund 400 Flüchtlinge kamen neu nach Frankfurt; noch 2016 wurden der Stadt rund 3.140 Personen zugewiesen. Dennoch gab es für die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement viel zu tun. Ziel war und ist es, die Wohnsituation für die rund 4.700 Flüchtlinge zu verbessern, die momentan noch von der Stadt untergebracht werden.

So wurden auch im vergangenen Jahr neue Unterkünfte eröffnet. Dabei handelte es sich ausschließlich um Übergangsunterkünfte, sprich um Wohnraum, in dem die Menschen ausreichend Privatsphäre haben und sich selbst versorgen können. Insgesamt konnten über 600 neue Plätze geschaffen werden. Dennoch leben immer noch rund 800 Flüchtlinge in Hotels und weitere 800 in Notunterkünften. In diesen haben die Flüchtlinge weniger Privatsphäre.

Zunächst boten die Notunterkünfte der Stadt Frankfurt auch keine Möglichkeit zur Selbstversorgung. Da aber immer wieder die Rückmeldung kam, wie wichtig es für die Bewohner ist, selbst zu kochen, wurde nachgerüstet. Die Stabsstelle errichtete 2017 für zwei große Notunterkünfte Leichtbauhallen mit Gemeinschaftsküchen. Somit sind zurzeit nur noch rund 400 Geflüchtete auf ein Catering angewiesen. Denn auch in einem Großteil der Hotels haben die Bewohner Zugang zu einer Küche.

Die große Flüchtlingsbewegung 2015 / 2016

Anfang September 2015 kamen noch regelmäßig Flüchtlinge zum Teil mit Sonderzügen am Frankfurter Hauptbahnhof an, die vor allem über die sogenannte Balkan-Route aus Österreich und schließlich München nach Frankfurt kamen. Einige reisten weiter in die Erstaufnahmeeinrichtungen anderer Bundesländer, Städte und Kommunen, viele blieben aber auch in Frankfurt.

Die Ankommenden wurden zunächst von vielen engagierten freiwilligen Helfern am Gleis 24 erstversorgt. Danach oblag die Erstversorgung am Frankfurter Hauptbahnhof dem Frankfurter Verein für soziale Heimstätten.

Im März 2016 wurde die Balkan-Route geschlossen. Auch auf anderen Wegen kommen inzwischen weit weniger Flüchtlinge nach Deutschland und auch nach Frankfurt. Im Juni 2016 wurde daher die Betreuungsstelle am Hauptbahnhof geschlossen. Die Versorgung der noch Ankommenden übernimmt seither die Bahnhofsmission

Aufgrund der gesunkenen Zahl der Geflüchteten wurde auch die Außenstelle der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Frankfurt geschlossen. Sie befand sich auf dem 40.000 m² großen, ehemaligen Neckermann-Areal in der Hanauer Landstraße in Frankfurt Fechenheim. Bis zu 2.000 Menschen haben hier zeitweise Platz.