Starthilfe Plus

Zusätzlich zum REAG/GARP-Programm können Asylsuchende seit Februar 2017 das Bundesprogramm StarthilfePlus nutzen – und so eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten. Voraussetzung ist, dass das Asylverfahren noch läuft oder zumindest die Ausreisefrist nicht verstrichen ist. Die beträgt bei einer einfachen Ablehnung 30 Tage. Wird ein Asylverfahren jedoch als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt, beträgt die Ausreisefrist nur eine Woche. Rückkehrer, die StarthilfePlus nutzen möchten, müssen eine Erklärung unterzeichnen, mit der sie ihren Asylantrag sowie bereits eingelegte Rechtsmittel zurücknehmen.

StarthilfePlus können Staatsangehörige aus folgenden Ländern nutzen:

Afghanistan, Ägypten, Algerien, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, China, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Libanon, Libyen, Mali, Marokko, Mongolei, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Autonomiegebiete, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Togo, Tunesien und Vietnam

Je nach Stand des Asylverfahrens gibt es verschiedene Förderstufen:

Stufe 1:
Vor Abschluss des Asylverfahrens erhalten Rückkehrende 1.200 Euro pro Person.

Stufe 2:
Wurde der Asylantrag abgelehnt, aber die Ausreisefrist ist noch nicht abgelaufen, werden pro Person 800 Euro gewährt.

Stufe Ü (Übergangsregelung):
Wer bereits vor dem 1. Februar 2017 in Deutschland registriert wurde und sich bis zum 31. Juli 2017 zu einer freiwilligen Ausreise entscheidet, erhält 800 Euro.

Familienförderung:
Ein Familienzuschlag in Höhe von 500 Euro pro Familie wird gewährt, wenn mehr als vier Familienmitgliedern gemeinsam ein StarthilfePlus-Antrag bewilligt wird.

Kinder unter 12 Jahren erhalten jeweils die Hälfte der Fördersumme.

Die Auszahlung der StarthilfePlus erfolgt in zwei Schritten. Die erste Hälfte wird bei der Ausreise in Deutschland ausgezahlt, die zweite Hälfte sechs bis acht Monate später im jeweiligen Herkunftsland.

 

>> Hier können Sie das Antragsformular für StarthilfePlus sowie die Verzichtserklärung herunterladen:

Antragsformular_StarthilfePlus

starthilfeplus-verzichtserklaerung