Unterbringung von Flüchtlingen

Die meisten der rund 5.650 Flüchtlinge und Asylbewerber/innen, die Frankfurt am Main seit dem Jahr 2015 zugewiesen wurden, sind in Übergangs- oder Notunterkünften untergebracht. Dazu zählen Modulbau- und Containeranlagen, umgewandelte Büroflächen, Hostel- und Hotelunterkünfte.

Die Suche nach geeigneten Flächen

Die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement prüft grundsätzlich alle möglichen Objekte und Flächen auf Frankfurter Stadtgemarkung. Dabei können diese Objekte dauerhaft oder temporär zur Verfügung stehen. Die konkreten Anforderungen orientieren sich am Objekt bzw. an der Fläche. Grundsätzlich sucht die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement „klassischen“ Wohnraum bzw. Wohnformen, aber auch gewerbliche Objekte, die zur Umnutzung geeignet sind. Wichtig ist, dass die Wohnungen oder Objekte nicht für Flüchtlinge entmietet werden. Auch unterstützt die Stabsstelle keine Umwandlung von Wohnungen in Wohnheime, damit der Wohnungsmarkt nicht zusätzlich unter Druck gerät.

Kriterien beim Bau von Unterkünften

Der Stadt Frankfurt am Main liegt viel daran, die Unterkünfte möglichst dezentral und gleichmäßig über das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. In der Vergangenheit musste sich die Stabsstelle beim Bau von Unterkünften besonders an einer möglichst raschen Bedarfsdeckung orientieren. „Welche Projekte können schnell umgesetzt werden, um den bei uns Ankommenden ein angemessenes Dach über dem Kopf zu bieten?“ war das zentrale Anliegen. Inzwischen ist die Zahl der Flüchtlinge, die Frankfurt vom Land Hessen zugewiesen werden, stark gesunken. So kann vermehrt darauf geachtet werden, Unterkünfte mit ausreichender Privatsphäre sowie Kochmöglichkeiten zu errichten. Bei bestehenden Notunterkünften ohne die Möglichkeit zur Selbstversorgung, wird nun nach Möglichkeit „nachgerüstet“. Sprich, die Stabsstelle errichtet, sofern es bautechnisch umsetzbar ist, nachträglich Gemeinschaftsküchen für die Bewohner.

Information der Bürger

Die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger werden über die Planungen in ihrem Stadtteil informiert, sobald alle notwendigen Prüfungen (Bauaufsicht, Liegenschaftsamt etc.) ergeben haben, dass ein Projekt realisierbar ist. Die Information erfolgt in der nächst möglichen Sitzung des zuständigen Ortsbeirats und bei größeren Unterkünften im Rahmen von eigenen Informationsveranstaltungen der Stadt Frankfurt, zu denen die Anwohnerinnen und Anwohner über die Presse eingeladen werden.

Integration der Flüchtlinge in den Stadtteilen

Die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement unterstützt und koordiniert gemeinsam mit dem Netzwerk „Frankfurt hilft“ die Aktivitäten der verschiedenen sozialen Einrichtungen und Akteure in der Nachbarschaft einer Unterkunft. Dazu zählen die Ortsbeiräte, freie Wohlfahrtsträger, Quartiersmanager, Kirchen, Ehrenamtliche etc. Dies soll die Integration der Einrichtung in den Stadtteil unterstützen.

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