SABA-Bildungsstipendien für Migrantinnen

Auch 2020 bietet die Crespo Foundation durch das Stipendienprogramm SABA engagierten und motivierten Frauen mit Migrationshintergrund die Chance, auf dem zweiten Bildungsweg einen Schulabschluss (Haupt-, Real- oder Abitur) nachzuholen. Voraussetzungen sind unter anderem, dass die Teilnehmerinnen im Rhein-Main-Gebiet leben und zwischen 18 bis 35 Jahre alt sind.

Bewerbungen sind ab sofort möglich!
Die Auswahlgespräche finden im März/April statt, das Stipendium startet nach den Sommerferien zum August 2020.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

 

Jetzt für Academic Program bewerben

Es gibt wieder die Möglichkeit, sich für das „Academic Welcome Program for highly qualified refugees“ (AWP) an der Goethe-Universität zu bewerben. Die nächste Bewerbungsphase wurden nun verlängert bis zum 31. Januar 2020.
Das AWP bietet die Möglichkeit, studienvorbereitende Fach- und Deutschintensivkurse zu besuchen sowie an universitären Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Die Teilnehmenden werden außerdem umfassend zu Studien- und Berufsmöglichkeiten beraten und können soziale Begleitangebote wahrnehmen. Die Teilnahme am Programm dauert insgesamt bis zu drei Semester.

Allerdings sollten die Bewerber bereits gute Deutschkenntnisse mitbringen, mindestens ein abgeschlossenem A2-Niveau, optimal wär B1.

Für Interessierte gibt es eine Informationsveranstaltung:

Montag, 20. Januar, 14 Uhr
Hörsaalgebäude Bockenheim
Gräfstraße 54
der Raum wird noch auf der Website bekanntgegeben

Informationen zur aktuellen Bewerbungsphase finden Sie hier

Weitere Informationen zum AWP gibt es hier.

IQ-Netzwerk: Faire Integration vor Ort

Das Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) hilft Menschen mit Migrationshintergrund bei der Arbeitsmarktintegration. Bundesweit gibt es Beratungsstellen mit dem Namen „Faire Integration vor Ort“, bei denen sich Interessierte über ihre Rechte informieren können – etwa zu den Themen Arbeitsverträge, Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Die Mitarbeiter des IQ helfen den Betroffenen zudem, diese Rechte durchzusetzen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen.

Weiter Infos sowie die Kontaktdaten der Beratungsstelle in Frankfurt entnehmen Sie bitte den mehrsprachigen Flyern:

Die Beratungsstelle Faire Integration hat zudem eine Broschüre zum Thema Leiharbeit mit dem Titel „Ihre Rechte in der Leiharbeit – die wichtigsten Infos zur Orientierung“ erstellt, in der grundlegende Informationen in der Arbeitnehmerüberlassung vermittelt werden. Die Broschüre wurde in vier Sprachen übersetzt, jeweils zweisprachig (Deutsch-Englisch, Deutsch-Arabisch, Deutsch-Dari, Deutsch-Tigrinya). Sie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden.

Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz

Zum 01. September 2019 traten einige Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) in Kraft. Diese haben auch Auswirkungen auf die Höhe der Leistungen, die gezahlt werden.

Einen umfassenden Überblick über die Änderungen finden Sie im Infoschreiben:

Infoschreiben Änderungen AsylbLG

 

Solwodi Rückkehrprojekt für Frauen

Solwodi e.V. ist ein niedrigschwelliges und intensiv begleitetes Projekt für geflüchtete Frauen, die sich für eine Rückkehr ins Heimatland entschließen. Schwerpunktländer sind unter anderem Afghanistan, Ägypten, Gambia, Ghana, Irak und Pakistan. Zielgruppe sind insbesondere Frauen, die Opfer von Gewalt oder Menschenhandel geworden und/oder alleinstehend oder alleinerziehend sind. Das Angebot eignet sich auch für Analphabetinnen.

Solwodi e.V. möchte gemeinsam mit den teilnehmenden Frauen individuelle Grundlagen der Existenzgründung im Heimatland sowie Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung erarbeitet. Dafür bietet das Projekt eine 14-tägige Weiterbildung mit Abschlusszertifikat der IHK an. Reisekosten sowie Kosten für Unterbringung und Verpflegung werden vollständig übernommen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Internetauftritt oder den Flyern:

Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche

Mit dem Starke-Familien-Gesetz hat die Bundesregierung eine Verbesserung des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) beschlossen. Die Änderungen treten zum 1. August in Kraft und sollen vieles vereinfachen. Denn bisher wurde der Zugang durch hohe bürokratische Hürden erschwert.

Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst eine Reihe von Leistungen, die die Teilhabechancen von Kindern aus Familien mit kleinen Einkommen verbessern. Zu den Leistungen gehören unter anderem eine Pauschale für den Schulbedarf, die Übernahme der Kosten fürs Mittagessen in Schulen und Kitas, für Tagesausflüge und Klassenfahrten sowie für die Schülerbeförderung. Außerdem wird die Teilhabe an sportlichen, kulturellen und anderen Freizeitaktivitäten gefördert.

Jedoch musste bis jetzt für jede einzelne Leistung ein eigener Antrag gestellt werden. Nun wurde beschlossen, dass mit dem Bewilligungsbescheid über das Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder eine andere existenzsichernden Sozialleistung automatisch auch die BuT-Leistungen bewilligt werden. Es müssen lediglich noch die Nachweise vorgelegt werden. Das sind etwa Schulbescheinigung oder die Rechnung über den Mitgliedsbeitrag im Verein. Diese Nachweise können auch nachgereicht werden.

Zudem wurden die Zuschüsse insgesamt erhöht. Die monatliche Pauschale für die soziale und kulturelle Teilhabe steigt von 10 auf 15 Euro; der Eigenanteil fürs Mittagessen in Kita und Schule von einem Euro pro Mahlzeit entfällt. Für den Schulbedarf gibt es nun eine Pauschale von 150 statt bisher 100 Euro pro Jahr – von 2020 an wächst die Summe dann kontinuierlich im gleichen Maße wie der Regelsatz. Bei der Schülerbeförderung entfällt der monatliche Eigenanteil von 5 Euro.

Anspruchsberechtigt sind nicht nur Kinder aus Familien, die auf Grundsicherung wie Arbeitslosengeld II oder Asylbewerberleistungen angewiesen sind. Auch Familien, die durch den Bezug des Kinderzuschlags oder von Wohngeld unterstützt werden, können die Leistungen nutzen. Somit kann auch ein Großteil der Geflüchteten das Angebot nutzen. Flyer stehen in insgesamt zwölf Sprachen zur Verfügung, darunter u.a. Tigrinya, Farsi, Arabisch und Urdu. Die Flyer in allen Sprachen gibt es hier.

Weitere Informationen zum BuT gibt es beim Jugend- und Sozialamt unter der Telefonnummer 069/212-33133 oder per E-Mail an Bildung-Teilhabe@stadt-frankfurt.de und beim Jobcenter Frankfurt unter der Telefonnummer 069/2171-3493 oder E-Mail Jobcenter-Frankfurt-am-Main.But-Zentral@jobcenter-ge.de

Auch gibt es einen Videoclip zum BuT:

Wie Frankfurt Geflüchtete unterbringt

Wenn es um die Unterbringung von Geflüchteten geht, tauchen einige Fragen immer wieder auf. Diese drehen sich etwa um den Bau neuer Unterkünfte, das Zusammenleben im Stadtteil oder die Integration der Geflüchteten. Die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge hat nun einen Film erstellt, der die wichtigsten Fragen beantworten soll. Er trägt den Titel “Wie Frankfurt Geflüchtete unterbringt”.

Gebührensatzung für Flüchtlinge in Kraft

Die Gebührensatzung der Stadt Frankfurt wird seit dem 1. Dezember 2018 umgesetzt. Das bedeutet, dass Geflüchtete, die noch in Gemeinschaftsunterkünften leben und bereits über ein eigenes Einkommen verfügen, an den Unterbringungskosten beteiligt werden können. Geringverdiener sind von der Regelung ausgenommen.

Denn eine Kostenbeteiligung kommt erst ab Betracht ab einem Netto-Einkommen von und:

  • 500 Euro bei Asylbewerbern
  • 700 Euro bei Anerkannten und subsidiär Schutzberechtigten
  • 600 Euro bei Geduldeten

Auch wessen Einkommen über diesem Satz liegt, muss in aller Regel nicht die vollständige reguläre Unterbringungsgebühr von 710 Euro pro Person und Monat bezahlen. Denn zum einen hat die Stadt Frankfurt eine Härtefallregelung eingeführt und zum anderen wird nach dem Regelsatz zur Existenzsicherung generell ein Freibetrag des Einkommens nicht angetastet (die Höhe des Freibetrags wird individuell nach gesetzlichen Vorgaben berechnet). So zahlt in einer Gemeinschaftsunterkunft eine Einzelperson maximal 355 Euro pro Monat. Für Alleinerziehende, Studenten, Auszubildende und Schüler sind niedrigere Sätze festgelegt.

Für diejenigen, die in einer zwischengenutzten Wohnung leben, fallen je nach Haushaltsgröße maximal zwischen 630 Euro und zum Beispiel bei fünf Familienmitgliedern 1.180 Euro pro Haushalt und Monat an.

Wie sich die Kostenbeteiligung im Einzelfall letztendlich berechnet, hängt vom Einkommen, der Unterkunftsform sowie dem Status einer Person ab.

Tatsächlich werden nur wenige Geflüchtete für die Unterbringung zahlen müssen, da nur ein geringer Teil ein Einkommen über den jeweiligen Sätzen bezieht. Dennoch ist die Einführung der Satzung unbedingt erforderlich, da sie Voraussetzung für die Stadt Frankfurt ist, entstehende Kosten anteilig vom Bund erstattet zu bekommen.

Weitere Informationen zum Ablauf erhalten Sie hier.