In eigener Sache: Neuer Name, weitere Aufgaben

Am 12. Dezember 2018 verfügte der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann, eine Neuausrichtung der Stabsstelle Flüchtlingsmanagement. Ab sofort heißen wir: Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge. Verbunden mit der Namensänderung kommen neue Aufgaben auf uns zu. So ist die Stabsstelle nun bei Akquise- und Koordinierungsaktivitäten von Unterkünften nicht mehr nur für Geflüchtete zuständig, sondern auch für alle anderen Frankfurter Bürger ohne Wohnung.

Hintergrund dieser Änderung ist, dass eine angespannte Situation auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt in Frankfurt besteht und eine kurz- und mittelfristige Veränderung momentan nicht zu erwarten ist. Die rechtlichen Verpflichtungen der Stadt zur Unterbringung machen eine zentrale Koordination der Aktivitäten zur Unterkunftsversorgung notwendig. Betroffen davon sind Personen und Familien, die ihre Wohnung verloren haben, aber auch nach Frankfurt zugewiesene Geflüchtete.

Besichtigung der neuen Unterkunft in Harheim

Die Vorbereitungen für den Bezug der Übergangsunterkunft für geflüchtete Menschen in Harheim nähern sich ihrem Abschluss. Gerne möchten wir allen Bürgern vor dem Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit geben, sich die Räume anzusehen und die künftigen Ansprechpartner des DRK vor Ort kennenzulernen. Außer dem Betreiber der Unterkunft werden Vertreterinnen und Vertreter des Sozialdezernats, der Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge sowie des Bauträgers für Gespräche zur Verfügung stehen.

Besichtigung der Übergangsunterkunft für geflüchtete Menschen in Harheim
Dienstag, 15. Januar 2019
18 Uhr
Im Niederfeld 2 – 4a

Verbraucherkompetenz für Flüchtlinge verlängert

Gemeinsam mit dem DHB-Netzwerk Haushalt Hessen hat die Hessische Verbraucherzentrale das Projekt  „Verbraucherkompetenz für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Flüchtlinge sowie Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe zu schulen und für das Thema Verbraucherschutz zu sensibilisieren.

Gerade wurde das Projekt verlängert. Somit steht das Angebot auch im kommenden Jahr zur Verfügung.

hier ein Überblick über das Angebot:

  • Informationsvorträge in Unterkünften oder bei Initiativen zu Verbraucherthemen und -fallen in Deutschland für Geflüchtete und Aktive in der Flüchtlingsarbeit (haupt- und ehrenamtlich)
  • Kostenfreie Beratung für Geflüchtete in unseren Beratungsstellen in Hessen
  • Beratungstage für Geflüchtete in unseren Beratungsstellen in Hessen (Termine werden gesondert bekannt gegeben)
  • Mehrsprachige Verbraucherinformationen auf der Website
  • Für die kostenlose Beratung können die Termine auch über die Hotline vereinbart werden; Termintelefon: 069-972010-900
  • Weiter Informationen finden Sie auch auf dem Flyer

Ansprechpartnerin ist Jasmin Zahedi, Koordinatorin Projekt „Verbraucherkompetenz für Flüchtlinge“

Verbraucherzentrale Hessen e.V.
Große Friedberger Straße 13-17
60313 Frankfurt
Tel.: (069) 972010-83
E-Mail: projekt-fluechtlinge@verbraucher.de

Das DHB-Netzwerk Haushalt ergänzt klassische Verbraucherschutz-Themen mit hilfreichen Tipps für die Haushaltsführung. Dazu zählt etwa der Umgang mit scheinbar kostenlosen Ressourcen wie Wasser und Strom; auch Themen wie Mülltrennung werden behandelt. Die Referentinnen des DHB – Netzwerk Haushalt kommen hierfür in die Flüchtlingsunterkünfte und führen Workshops durch.

Projektkoordination DHB – Netzwerk Haushalt
Christine Keller
„Haushaltskompetenzen für Flüchtlinge“
Tel.: 0152-247-84953
E-Mail: projekthff@dhb-netzwerkhaushalt-hessen.de

Gebührensatzung für Flüchtlinge tritt in Kraft

Die Gebührensatzung der Stadt Frankfurt wird ab dem 1. Dezember 2018 umgesetzt. Das bedeutet, dass Geflüchtete, die noch in Gemeinschaftsunterkünften leben und bereits über ein eigenes Einkommen verfügen, an den Unterbringungskosten beteiligt werden können. Geringverdiener sind von der Regelung ausgenommen.

Denn eine Kostenbeteiligung kommt erst ab Betracht ab einem Netto-Einkommen von und:

  • 500 Euro bei Asylbewerbern
  • 700 Euro bei Anerkannten und subsidiär Schutzberechtigten
  • 600 Euro bei Geduldeten

Auch wessen Einkommen über diesem Satz liegt, muss in aller Regel nicht die vollständige reguläre Unterbringungsgebühr von 710 Euro pro Person und Monat bezahlen. Denn zum einen hat die Stadt Frankfurt eine Härtefallregelung eingeführt und zum anderen wird nach dem Regelsatz zur Existenzsicherung generell ein Freibetrag des Einkommens nicht angetastet (die Höhe des Freibetrags wird individuell nach gesetzlichen Vorgaben berechnet). So zahlt in einer Gemeinschaftsunterkunft eine Einzelperson maximal 355 Euro pro Monat. Für Alleinerziehende, Studenten, Auszubildende und Schüler sind niedrigere Sätze festgelegt.

Für diejenigen, die in einer zwischengenutzten Wohnung leben, fallen je nach Haushaltsgröße maximal zwischen 630 Euro und zum Beispiel bei fünf Familienmitgliedern 1.180 Euro pro Haushalt und Monat an.

Wie sich die Kostenbeteiligung im Einzelfall letztendlich berechnet, hängt vom Einkommen, der Unterkunftsform sowie dem Status einer Person ab.

Tatsächlich werden nur wenige Geflüchtete für die Unterbringung zahlen müssen, da nur ein geringer Teil ein Einkommen über den jeweiligen Sätzen bezieht. Dennoch ist die Einführung der Satzung unbedingt erforderlich, da sie Voraussetzung für die Stadt Frankfurt ist, entstehende Kosten anteilig vom Bund erstattet zu bekommen.

Weitere Informationen zum Ablauf erhalten Sie hier.

Neues vom Frankfurter Arbeitsmarktprogramm

Beim Frankfurter Arbeitsmarktprogramm hat sich in den vergangenen Wochen viel getan: Nicht nur das Logo, auch die Internetauftritte des Beratungs- und Lernzentrums sowie der FRAP Agentur wurden überarbeitet und haben nun ein ganz neues Design. So sollen Interessierte einen noch besseren Überblick über die Angebote, Aufgaben und Schwerpunkte erhalten.

 

http://www.frap-beratungszentrum.de/

http://www.frap-agentur.de/

 

 

Neu ist auch ein Imagefilm, der das Beratungs- und Lernzentrums der FRAP Agentur vorstellt.

https://vimeo.com/291518018

Weitere Anlaufstelle für Rückkehrberatung

Der Evangelischen Regionalverband bietet seine unabhängige Rückkehrberatung seit dem 1. August an einem zweiten Ort an: Im Evangelischen  Zentrum für Beratung in Höchst, Leverkuser Straße 7. Bisher war das kostenlose Angebot nur im Beratungszentrum am Weißen Stein verfügbar.

Die Beratung richtet sich an Flüchtlinge oder Migranten, die sich zu einer Rückkehr in ihr Herkunftsland entschlossen haben oder Unterstützung bei der Entscheidungsfindung suchen. Auch Personen, die zur Ausreise aufgefordert wurden, können sich vertraulich, unabhängig und ergebnisoffen beraten lassen.

Unterstützung  und Begleitung wird angeboten, um eine tragfähige Lebensperspektive zu entwickeln und umzusetzen.

Das bedeutet:

  • Entwicklung einer Perspektive zur Rückkehr oder Weiterwanderung
  • Unterstützung bei der Beantragung finanzieller Unterstützung aus Rückkehrprogrammen
  • Informationen über die soziale,  politische und wirtschaftliche Situation vor Ort
  • Klärung von Ausreisefristen und Ausreisemodalitäten
  • Informationen über Reintegrationsprojekte und Vermittlung an Unterstützungsmöglichkeiten in den jeweiligen Ländern
  • Unterstützung bei Pass-, Zoll- und Visumsangelegenheiten
  • Unterstützung bei Ausreise und Transport.

Terminvereinbarung und Kontaktdaten:

Evangelisches Zentrum für Beratung in Höchst
Leverkuser Straße 7, 65929 Frankfurt am Main
Telefon:  069 7593672 46
E-Mail: migrationsberatung.hoechst@frankfurt-evangelisch.de

Die Rückkehrberatung am Weißen Stein erreichen Sie unter:

Evangelisches Zentrum für Beratung und Therapie am Weißen Stein
Sozialberatung für Migranten und Flüchtlinge
Olof-Palme-Straße 17, 60439 Frankfurt am Main
Telefon 069 5302-291
E-Mail: migrationsberatung@frankfurt-evangelisch.de

Neue Zuständigkeit bei “Frankfurt hilft!”

Nach drei erfolgreichen Jahren beendet “Frankfurt hilft!”, die Koordinierungsstelle für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit die Tätigkeit. Die verbleibenden Aufgaben gehen am 1. Juni 2018 auf die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge über. „Die ehrenamtlich Engagierten sind weiterhin wichtige Brückenbauer und Lotsen für die Flüchtlinge in unserer Stadt“, sagt Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld. Deshalb ist es Frankfurts Sozialdezernentin wichtig, die Website www.frankfurt-hilft.de und das Forum Flüchtlingshilfe Frankfurt weiterzuführen und so engagierte Bürger auch künftig zu unterstützen. Das Forum Flüchtlingshilfe Frankfurt ist eine Veranstaltungsreihen für ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit mit wechselnden Themenschwerpunkten.

Katrin Wenzel, stellvertretende Leitung der Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge, freut sich auf die neuen Aufgaben für ihr Team und unterstreicht, dass die bisherige enge Kooperation mit „Frankfurt hilft!“ gute Voraussetzungen für die Übernahme der neuen Aufgaben darstellt: „Wir kooperieren von Anfang an eng mit ,Frankfurt hilft!‘ und haben mit dem ,Forum Flüchtlingshilfe Frankfurt‘, das wir seit 2016 gemeinsam organisieren,eine besondere Nähe zum Ehrenamt bekommen.“ Wenzel betont auch, dass sich die Stabsstelle sehr freut, wenn die bisherigen Nutzer die Angebote in neu Organisation auch künftig wahrnehmen.

Die neuen Ansprechpartner sind Katrin Wenzel, Christina Weber und Gerhard van der Beck. „Frankfurt hilft!“ ist ab 1. Juni zu erreichen unter der Rufnummer 069 21277939 und der E-Mail-Adresse: frankfurt-hilft@stadt-frankfurt.de

 

Flüchtlingshilfe mit Hilfe des Fußballs

Unter dem Motto „Wir bringen Flüchtlinge und Einheimische zusammen – Sport braucht keine Sprache“ engagiert sich die SG Bornheim Grün-Weiß e.V. seit 2015 intensiv für die Integration von Geflüchteten in Frankfurt.

In der folgenden Veröffentlichung bietet der Verein einen umfassenden Blick auf insgesamt elf Projekte und zieht ein Fazit über die Arbeit der vergangenen Jahre.

Broschüre Flüchtlingshilfe mit Hilfe des Fußballs

 

 

 

Mit Gerüchten über Deutschland aufräumen

In Deutschland bekommt jeder Geflüchtete Willkommensgeld und ein eigenes Haus; die deutsche Regierung garantiert jedem Geflüchteten einen Job; wer in Griechenland ein Flüchtlingsnachweis beantragt, kann kostenlos die deutsche Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen – Gerüchte über Deutschland sind vielfältig und haben meist eines gemeinsam: Sie stimmen nicht. Schlepper belügen gezielt Menschen, die ihr Heimatland verlassen möchten, um sie zur gefährlichen Flucht zu überreden. Spätestens in Deutschland folgt das böse Erwachen, denn am Ende ist nichts so einfach wie versprochen.

Das Auswärtige Amt will nun mit diesen Gerüchten über Deutschland aufräumen und hat die Seite „Rumors about Germany“ geschaltet. Hier werden in kurzen und einfachen Texten verschiedene Sachverhalte geklärt – etwa, wie gefährlich die Flucht tatsächlich ist, wer ein Aufenthaltsrecht bekommt oder wie die Versorgung in Deutschland aussieht. Die Website ist thematisch in drei Teile gegliedert: Informationen für Menschen, die beschlossen haben, nach Deutschland zu fliehen, für Menschen die bereits auf der Flucht sind und für Menschen, die von Deutschland aus in ihr Heimatland zurückkehren möchten.

Die Seite ist auf Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar.

Rumors about Germany