Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche

Mit dem Starke-Familien-Gesetz hat die Bundesregierung eine Verbesserung des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) beschlossen. Die Änderungen treten zum 1. August in Kraft und sollen vieles vereinfachen. Denn bisher wurde der Zugang durch hohe bürokratische Hürden erschwert.

Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst eine Reihe von Leistungen, die die Teilhabechancen von Kindern aus Familien mit kleinen Einkommen verbessern. Zu den Leistungen gehören unter anderem eine Pauschale für den Schulbedarf, die Übernahme der Kosten fürs Mittagessen in Schulen und Kitas, für Tagesausflüge und Klassenfahrten sowie für die Schülerbeförderung. Außerdem wird die Teilhabe an sportlichen, kulturellen und anderen Freizeitaktivitäten gefördert.

Jedoch musste bis jetzt für jede einzelne Leistung ein eigener Antrag gestellt werden. Nun wurde beschlossen, dass mit dem Bewilligungsbescheid über das Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder eine andere existenzsichernden Sozialleistung automatisch auch die BuT-Leistungen bewilligt werden. Es müssen lediglich noch die Nachweise vorgelegt werden. Das sind etwa Schulbescheinigung oder die Rechnung über den Mitgliedsbeitrag im Verein. Diese Nachweise können auch nachgereicht werden.

Zudem wurden die Zuschüsse insgesamt erhöht. Die monatliche Pauschale für die soziale und kulturelle Teilhabe steigt von 10 auf 15 Euro; der Eigenanteil fürs Mittagessen in Kita und Schule von einem Euro pro Mahlzeit entfällt. Für den Schulbedarf gibt es nun eine Pauschale von 150 statt bisher 100 Euro pro Jahr – von 2020 an wächst die Summe dann kontinuierlich im gleichen Maße wie der Regelsatz. Bei der Schülerbeförderung entfällt der monatliche Eigenanteil von 5 Euro.

Anspruchsberechtigt sind nicht nur Kinder aus Familien, die auf Grundsicherung wie Arbeitslosengeld II oder Asylbewerberleistungen angewiesen sind. Auch Familien, die durch den Bezug des Kinderzuschlags oder von Wohngeld unterstützt werden, können die Leistungen nutzen. Somit kann auch ein Großteil der Geflüchteten das Angebot nutzen. Flyer stehen in insgesamt zwölf Sprachen zur Verfügung, darunter u.a. Tigrinya, Farsi, Arabisch und Urdu. Die Flyer in allen Sprachen gibt es hier.

Weitere Informationen zum BuT gibt es beim Jugend- und Sozialamt unter der Telefonnummer 069/212-33133 oder per E-Mail an Bildung-Teilhabe@stadt-frankfurt.de und beim Jobcenter Frankfurt unter der Telefonnummer 069/2171-3493 oder E-Mail Jobcenter-Frankfurt-am-Main.But-Zentral@jobcenter-ge.de

Auch gibt es einen Videoclip zum BuT: