Flüchtlingsunterkünfte in Planung

Die Stadt Frankfurt verwirklicht zurzeit in mehreren Stadtteilen neue Unterkünfte für Flüchtlinge. Dem Hessischen Landesaufnahmegesetz gemäß ist die Stadt verpflichtet, Asylbewerberinnen und Asylbewerber unterzubringen, die vom Land Hessen zugewiesen werden. Seit dem Jahr 2014 hat die Stadt auf dieser Grundlage 7.500 Asylsuchende aufgenommen. Davon sind noch 4.900 Personen auf die Unterbringung durch die Stadt angewiesen.

Die Zahl ist so hoch, weil die Menschen nach ihrer Anerkennung nur vereinzelt Wohnungen in Frankfurt finden. Die Folge ist, dass monatlich weniger Geflüchtete aus den Unterkünften ausziehen als neu dazu kommen. Dadurch steigt der Bedarf an Unterkunftsplätzen weiter an. Hinzu kommt, dass mehrere Unterkünfte nur befristet zur Verfügung stehen. Die wegfallenden Plätze müssen zusätzlich ausgeglichen werden.

Eine Übersicht über die Projekte finden Sie hier:

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Zum Rebstockbad / Bockenheim

Der Standort „Zum Rebstockbad“ wurden in der Vergangenheit schon einmal für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt. Rund 100 Menschen lebten dort übergangsweise in Wohnwagen. Nun entsteht hier erneut eine Unterkunft. Anfangs werden auf einem kleineren Teil des Geländes wieder Wohnwagen stehen, um kurzfristig Geflüchtete dort unterzubringen. Zeitgleich wird eine größere Anlage aus Holzmodulen gefertigt. Sobald die ersten Module bezugsfertig sind, werden die Geflüchteten aus den Wohnwagen dorthin umziehen. Bis zum Sommer 2019 soll die gesamte Anlage fertiggestellt sein. Die Unterkunft wird nur temporär genutzt werden.

Betrieben wird die Unterkunft vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Hausener Weg / Rödelheim

Im ehemaligen Gebäude des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte entsteht eine neue Unterkunft. Der Eigentümer, die Firma Rigi Hausener Weg GmbH, richtet das Gebäude her. Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Einziehen werden vorwiegend Familien sowie Paare und alleinstehende Frauen und Männer. Der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe wird die rund 160 Bewohnerinnen und Bewohner betreuen. In den oberen Etagen wird der Hauseigentümer zusätzlich Wohnraum für ca. 120 Studierende schaffen.

Sportfeld Edwards / Berkersheim

Auf dem Areal des ehemaligen Sportfeld Edwards ist eine Modulbauanlage für bis zu 170 Personen geplant. Das Grundstück stellt die Konversionsgrundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) zur Verfügung. Deren Muttergesellschaft, die Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF), hat die Pläne in enger Abstimmung mit der Bauaufsicht, der Unteren Naturschutzbehörde und der Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge erstellt. Nachdem Bodenproben Anfang Juli keine bedenklichen Befunde ergaben, hat die BSMF den Bauantrag gestellt. Ende Juli erfolgte seitens der Bauaufsicht die Bewilligung, so dass die Bauarbeiten inzwischen beginnen konnten. Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Geflüchteten im März 2019 einziehen.

In zwei der fünf Holzmodule werden Familien wohnen (rund 80 Personen), je ein Modul wird mit allein reisenden Frauen bzw. Männern (je 40) belegt. Im 5., dem Verwaltungsmodul, befinden sich Büro-, Aufenthalts- und Lernräume sowie Plätze für weitere 10 Personen.

Betrieben wird die Anlage vom Diakonischen Werk Frankfurt am Main.

Wiener Straße / Oberrad

Die Stadt Frankfurt wird in Oberrad eine neue Unterkunft für Geflüchtete bauen. Die Wohnheim GmbH errichtet das Gebäude auf der Freifläche vor der Wiener Straße 130-136; die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 geplant. Einziehen werden vorwiegend Familien sowie einige Paare und alleinstehende Frauen und Männer. Der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten wird die insgesamt rund 140 Bewohnerinnen und Bewohner betreuen.

Zum Eiskeller / Goldstein

In Goldstein in der Straße Zum Eiskeller entsteht eine neue Flüchtlingsunterkunft für bis zu 50 Bewohnern, die Anfang 2019 einziehen werden.

Die Menschen werden in 12 Wohneinheiten leben; es wird sowohl 2er-, 3er- als auch 4er-Appartments geben. Aufgrund der Struktur der Wohneinheiten werden zum großen Teil Pärchen und Familien wohnen, die schon länger in Frankfurt sind. Die Unterkunft wird im Auftrag der Stadt vom Diakonischen Werk Frankfurt am Main betrieben, das schon weitreichende Erfahrung mit Flüchtlingsunterkünften hat. Eigentümer der Liegenschaft und Bauherr ist der Evangelische Regionalverband.