Neue Unterkünfte

Die Stadt Frankfurt ist immer auf der Suche nach Grundstücken und Gebäuden, um neue Unterkünfte für Geflüchtete und andere wohnungslose Menschen zu realisieren. Kürzlich wurden mehrere Flüchtlingsunterkünfte in verschiedenen Stadtteilen eröffnet. Obwohl inzwischen weniger Geflüchtete neu nach Frankfurt kommen, steigt der Bedarf an Unterkunftsplätzen stetig an. Das liegt daran, dass Geflüchtete nach ihrer Anerkennung nur vereinzelt Wohnungen in Frankfurt finden.

Die Folge ist, dass monatlich weniger Geflüchtete aus den Unterkünften ausziehen als neu dazu kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass mehrere Unterkünfte nur befristet zur Verfügung stehen. Die wegfallenden Plätze müssen zusätzlich ausgeglichen werden.

Eine Übersicht über jüngsten Projekte finden Sie hier:

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Sportfeld Edwards / Berkersheim

Auf dem Areal des ehemaligen Sportfeld Edwards ist eine Modulbauanlage für bis zu 170 Personen entstanden. Die ersten Bewohner sind hier Anfang Februar 2019 eingezogen. In zwei der fünf Holzmodule leben nun Familien, je ein Modul ist mit alleinstehenden Frauen bzw. Männern belegt. Im 5., dem Verwaltungsmodul, befinden sich Büro-, Aufenthalts- und Lernräume sowie Plätze für weitere 10 Personen.

Betrieben wird die Anlage vom Diakonischen Werk Frankfurt am Main.

Das Grundstück stellt die Konversionsgrundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) zur Verfügung. Deren Muttergesellschaft, die Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF), hat die Pläne in enger Abstimmung mit der Bauaufsicht, der Unteren Naturschutzbehörde und der Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge erstellt.

Zum Eiskeller / Goldstein

In Goldstein in der Straße Zum Eiskeller ist eine neue Flüchtlingsunterkunft für bis zu 50 Bewohner entstanden. Die ersten Geflüchteten sind hier im Februar 2019 eingezogen.

Die Menschen leben dort in 12 Wohneinheiten; es gibt sowohl 2er-, 3er- als auch 4er-Apartments. Aufgrund der Struktur der Wohneinheiten sind hier zum großen Teil Pärchen und Familien untergebracht, die schon länger in Frankfurt sind. Die Unterkunft wird im Auftrag der Stadt vom Diakonischen Werk Frankfurt am Main betrieben, das schon weitreichende Erfahrung mit Flüchtlingsunterkünften hat. Eigentümer der Liegenschaft und Bauherr ist der Evangelische Regionalverband.

Zum Rebstockbad / Bockenheim

Der Standort „Zum Rebstockbad“ wurden in der Vergangenheit schon einmal für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt. Rund 100 Menschen lebten dort übergangsweise in Wohnwagen. Auf einem kleineren Teil des Geländes stehen inzwischen wieder Wohnwagen, in denen kurzfristig Geflüchtete untergebracht sind. Inzwischen wird eine größere Anlage aus Holzmodulen gefertigt. Sobald die ersten Module bezugsfertig sind, werden die Geflüchteten aus den Wohnwagen dorthin umziehen. Bis zum Sommer 2019 soll die gesamte Anlage fertiggestellt sein. Die Unterkunft wird nur temporär genutzt werden.

Betrieben wird die Unterkunft vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Folgende Unterkünfte sind noch im Bau und werden im Laufe des Jahres eröffnen:

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Hausener Weg / Rödelheim

Im ehemaligen Gebäude des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte entsteht eine neue Unterkunft. Der Eigentümer, die Firma Rigi Hausener Weg GmbH, richtet das Gebäude her. Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Einziehen werden vorwiegend Familien sowie Paare und alleinstehende Frauen und Männer. Der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe wird die rund 160 Bewohnerinnen und Bewohner betreuen. In den oberen Etagen wird der Hauseigentümer zusätzlich Wohnraum für ca. 120 Studierende schaffen.

Wiener Straße / Oberrad

Die Stadt Frankfurt wird in Oberrad eine neue Unterkunft für Geflüchtete bauen. Die Wohnheim GmbH errichtet das Gebäude auf der Freifläche vor der Wiener Straße 130-136; die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2020 geplant. Einziehen werden vorwiegend Familien sowie einige Paare und alleinstehende Frauen und Männer. Der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten wird die insgesamt rund 140 Bewohnerinnen und Bewohner betreuen.