Unterbringung von Flüchtlingen

Von den rund 7.300 Flüchtlinge und Asylbewerber/innen, die Frankfurt am Main seit dem Jahr 2014 zugewiesen wurden, sind noch rund 4.900 Personen in Übergangs- oder Notunterkünften untergebracht. Dazu zählen Modulbau- und Containeranlagen, umgewandelte Büroflächen und Hotelunterkünfte.

Unterbringungssituation in Frankfurt

Schon seit langem erfreut sich Frankfurt als Wohnstandort wachsender Beliebtheit. Daraus ergibt sich ein hoher Bedarf an Wohnraum für alle Einkommensklassen. Diese Situation wirkt sich natürlich auch auf die Flüchtlingsunterbringung aus: Da es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, müssen die Menschen länger in beengten  Not- und Übergangsunterkünften verbleiben. Eine der wichtigsten Aufgaben der Stabsstelle ist daher aktuell die intensive Suche nach geeignetem Wohnraum oder wohnungsähnlichen Unterkunftsformen, in denen die Menschen mittel- und langfristig bleiben können.

Kommunale Standards

Ziel ist es, alle Geflüchtete nach den Kommunale Standards und Rahmenbedingungen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in Frankfurt am Main unterzubringen. So soll Geflüchteten ein selbstbestimmtes Leben als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft ermöglicht werden. Dafür wurden für verschiedene Bereiche Mindeststandards formuliert. Dies sind neben der Unterbringung auch soziale Begleitung und Teilhabe, Gesundheitsversorgung, Spracherwerb sowie Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Suche nach geeigneten Flächen

Die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge prüft grundsätzlich alle möglichen Objekte und Flächen auf Frankfurter Stadtgemarkung. Dabei können diese Objekte dauerhaft oder temporär zur Verfügung stehen. Die konkreten Anforderungen orientieren sich am Objekt bzw. an der Fläche. Grundsätzlich sucht die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge „klassischen“ Wohnraum bzw. Wohnformen, aber auch gewerbliche Objekte, die zur Umnutzung geeignet sind. Wichtig ist, dass die Wohnungen oder Objekte nicht für Flüchtlinge entmietet werden. Auch unterstützt die Stabsstelle keine Umwandlung von Wohnungen in Wohnheime, damit der Wohnungsmarkt nicht zusätzlich unter Druck gerät.

Kriterien beim Bau von Unterkünften

Der Stadt Frankfurt am Main liegt viel daran, die Unterkünfte möglichst dezentral und gleichmäßig über das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. In der Vergangenheit musste sich die Stabsstelle beim Bau von Unterkünften besonders an einer möglichst raschen Bedarfsdeckung orientieren. „Welche Projekte können schnell umgesetzt werden, um den bei uns Ankommenden ein angemessenes Dach über dem Kopf zu bieten?“ war das zentrale Anliegen. Inzwischen wird vermehrt darauf geachtet werden, Unterkünfte mit ausreichender Privatsphäre sowie Kochmöglichkeiten zu errichten. Bei bestehenden Notunterkünften ohne die Möglichkeit zur Selbstversorgung, wird nun nach Möglichkeit “nachgerüstet”. Sprich, die Stabsstelle errichtet, sofern es bautechnisch umsetzbar ist, nachträglich Gemeinschaftsküchen für die Bewohner.

Information der Bürger

Die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger werden über die Planungen in ihrem Stadtteil informiert, sobald alle notwendigen Prüfungen (Bauaufsicht, Liegenschaftsamt etc.) ergeben haben, dass ein Projekt realisierbar ist. Die Information erfolgt in der nächst möglichen Sitzung des zuständigen Ortsbeirats und bei größeren Unterkünften im Rahmen von eigenen Informationsveranstaltungen der Stadt Frankfurt, zu denen die Anwohnerinnen und Anwohner über die Presse eingeladen werden.

Integration der Flüchtlinge in den Stadtteilen

Die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge unterstützt und koordiniert die Aktivitäten der verschiedenen sozialen Einrichtungen und Akteure in der Nachbarschaft einer Unterkunft. Dazu zählen die Ortsbeiräte, freie Wohlfahrtsträger, Quartiersmanager, Kirchen, Ehrenamtliche etc. Dies soll die Integration der Einrichtung in den Stadtteil unterstützen.