Geduldete

Bei geduldeten Personen handelt es sich in der Regel um abgelehnte Asylbewerber. Sie sind zur Ausreise verpflichtet, werden aber vorerst nicht abgeschoben, weil eine Ausreise nicht möglich ist. In den meisten Fällen beruht das Abschiebehindernis, sprich die Duldung, auf krankheitsbedingter Reiseunfähigkeit, fehlenden Ausweispapieren oder unterbrochenen Verkehrswegen.

Freizügigkeit

Freizügigkeit bedeutet, dass Unionsbürger grundsätzlich das Recht haben, sich in der EU frei zu bewegen, in jeden anderen Mitgliedstaat einzureisen und sich dort aufzuhalten. Unionsbürger benötigen keine Aufenthaltserlaubnis. Sie haben uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang.

Flughafenverfahren

Jede asylsuchende Person, die keine oder gefälschte Ausweispapiere mit sich führt oder aus einem sicheren Herkunftsland stammt, wird noch im Flughafen, vor der Einreise nach Deutschland, von der Bundespolizei in eine Flüchtlingsunterkunft im Transitbereich des Flughafens gebracht. Unmittelbar nach Ankunft muss der Asylsuchende das Asylgesuch gegenüber der Bundespolizei begründen und darf die Unterkunft nicht verlassen, bis über das Gesuch entschieden worden ist.

Flüchtlingsschutz

Die Genfer Flüchtlingskonvention (kurz: GFK von 1951, unterzeichnet von 140 Staaten) definiert, wer als Flüchtling anerkannt wird und den Flüchtlingsschutz genießt. Auch Deutschland gehört zu den Unterzeichnerstaaten und legt Im deutschen Aufenthaltsrecht ist fest, dass niemand abgeschoben werden darf, der die Flüchtlingsdefinition der GFK erfüllt.

Flüchtling

​Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) definiert einen Flüchtling als Person, die sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat. Den Schutz des Heimatlandes kann die Person nicht in Anspruch nehmen, da sie dort aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt wird.

Familiennachzug

Die engsten Familienangehörigen eines anerkannten Flüchtlings, können als Familiennachzug nach Deutschland kommen. Das heißt, sie werden ebenfalls als Flüchtlinge anerkannt. Hierfür müssen sie keinen eigenen Asylantrag stellen.